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Datenlogger am Mac #1

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DataTaker DT50In Industrie und Wissenschaft müssen oft analoge Werte, wie Temperaturen und Drücke, über lange Zeiträume überwacht und Protokolliert werden. Früher setzte man oft Datenschreiber ein, die mit feinen "Stiften" permanent feine Linien auf eine Rolle "Millimeter-Papier" schrieben (zeichneten). Viele werden solche Geräte aus dem Krankenhaus, oder aus Fernsehserien kennen: Lügendetektor, Hirnströme, Wehen vor der Geburt eines Kindes, etc. etc. Bei Protokollen, die über Tage, Wochen oder gar Jahre gehen ist dies nicht nur eine unglaubliche Papierverschwendung, sondern bedarf auch aufwendiger Pflege (neue Papierrolle einlegen, Stift wechseln, Mechanische Blockaden oder Defekte Beheben). Ein guter Ersatz sind sogen. Datenlogger, die es von verschiedensten Herstellern für eine Vielzahl von Anwendungen gibt. Einen recht universellen Vertreter dieser Art wollen wir hier etwas genauer Betrachten - vor allem, wie er mit dem Mac zusammenspielt.

Vorraussetzungen

Um gleich eines vorweg zu nehmen: Selbstverständlich arbeitet der dataTaker mit dem Apple Macintosh zusammen. Dabei spielt es keine Rolle, ob man hierfür das neuste Modell, oder gar nur einen alten 68k-Mac hat.

Hochweriger USB-Serial-Adapter: Keyspan USA-19HS


Die einzige Hardware-Anforderung, die es gibt, ist eine Serielle Schnittstelle - egal, ob sie nun intern ist, oder durch einen USB->Seriell-Adapter zur Verfügung steht. In meinem Fall habe ich einen hochwertigen Keyspan-Adapter an einen iMac G5 angeschlossen.

ZTerm SharewareSoftwareseitig wird eine Terminal-Emulation benötigt. Ich habe für diese Anleitung ZTerm von Dave Alverson verwendet. ZTerm ist sowohl für MacOS 8/9, als auch für OSX erhältlich und ist explizit für die Kommunikation mit und über serielle Schnittstellen programmiert worden.

Natürlich gibt es noch andere gute Programme, die diesen Zweck erfüllen: Einfach mal bei Versiontracker o.ä. suchen. Weiterhin sind ein einfacher Texteditor für die Erstellung von Programmen und eine Tabellenkalkulation für die Auswertung empfehlenswert, aber nicht zwingend notwendig.

Der Datenlogger

Der uns zur Verfügung stehende Datenlogger ist, wie bereits erwähnt, von der Firma dataTaker und hört auf die Typenbezeichnung DT50. Obwohl er eher ein kleiner Vertreter seiner Art ist und seine Entwicklung locker 15 Jahre her ist, kann er durchaus mit einer Vielzahl von Funktionen aufwarten. [Anm.Red.: Mittlerweile wird dieses Modell nicht mehr beworben]

datalogger1 3

Packungsinhalt unseres Exemplars:
- dataTaker DT50
- Stecker-Netzgerät
- Schraubendreher
- Temperaturfühler (für Versuchsaufbauten)
- Potentiometer (4-Draht, für Versuchsaufbauten)
- Serielles Nullmodemkabel
- Installations-CD für Windows
- Handbücher

Unser Modell kann mit Wechsel- aber auch mit Gleichspannung-Quellen versorgt werden. Sein Speicherinhalt wird mit Hilfe einer extern angeschlossenen 9V-Batterie oder eines 6V-Bleiakkus bei Netzausfall erhalten. Der interne Datenspeicher kann durch Einsetzen von Speicherkarten im PC-Card Format (PCMCIA) erweitert werden. Der Bleiakku wird bei Wiederkehr der normalen Spannungsversorgung vom DT50 wieder aufgeladen. 

Steckbare Schraubklemmen am DT50

Ein sehr praktisches Detail für den Alltag sind die steckbaren Schraubverbinder für die Stromversorgungen. Die für die meisten Anwendungen wichtigsten Anschlüsse sind wohl die Analogeingänge, von denen hier fünf Stück gibt. Alle sind wahlweise 2-, 3- oder 4-Adrig beschaltbar. Durch einen "Trick" kann man unter bestimmten Vorraussetzungen sogar 10 analoge Quellen messen.

Ein- und Ausgänge des Dataloggers

Für zusätzliche Funktionen stehen noch fünf digitale Ein-/Ausgänge und drei "Counter" zur Verfügung. In unserem "Experiment" gehen wir jedoch nur auf die Analog-Eingänge ein, alles weitere erklärt die ausführliche Bedienungsanleitung.

Der DT50 habt noch einen Steckplatz, um ein externes Display-Modul (für Frontplatten-/Schalttafel-Einbau) anzuschliessen, andere Modelle wiederum haben selbst ein Display-Panel eingebaut. Eine interessante Sache, um schnell die aktuellsten Werte ablesen zu können - ohne gleich den Computer einzuschalten. Zudem beinhaltet so ein Panel noch ansteuerbare LEDs für Alarm-Meldungen o.ä.

Im zweiten Teil wollen wir endlich zur Praxis übergehen...

[Anm. Red.: Dieser Artikel stammt aus dem Archiv der Jahre 2005 bis 2010 und wurde 2012 nur leicht überarbeitet.]

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