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Mac mini in der Küche - iKitchen #2

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iKitchen

Hier nun der zweite Teil von der Integration eines Mac mini in eine Küche... (Vorgeschichte: HIER)

Die Platte zuschneiden (Fortsetzung)

Nun bohrte ich die anderen Löcher aus. Ich fertigte eine Lehre an, die meine Fräsarbeiten vereinfachte.

iKitchen - Bau des Wand-Panel

Nachdem die Platte an den erforderlichen Stellen abgeschliffen war, wurden die restlichen Löcher gebohrt, geformt und an die entsprechenden Teile angepasst.

Die USB Löcher mussten exakt an ihren vorgesehenen Stellen sitzen, genau im richtigen Abstand zueinander, genauso wie die 3 Löcher für den VGA Port.

iKitchen - Bau des Wand-Panel

Ich begann nun alle Stecker für die Platte vorzubereiten.

Das Audio Kabel vorbereiten

Leider habe ich nur den Vorgang dokumentiert, wie ich die Zuleitung der Power-LED verlängert, das erweiterte Audio Kabel gebaut und den USB Hub modifiziert habe.

Ich kaufte einen 3,5mm Stereo-Klinken-Stecker aus Metall, eine Buchse und 3m Audio Stereo Kabel. Ich steckte Buchse und Stecker ineinander und verwendete ein MultiMeter um herauszufinden, welche Pins mit welchen Drähten verlötet werden. Ich erkannte, dass der rote Draht mit dem Kontakt in der Spitze verlötet wird, der blaue mit dem Mittelkontakt und die Masse (der Leitungsschirm) mit dem Gehäuse.

Nachdem ich alles miteinander verlötet hatte, isolierte ich die verlöteten Enden; da beide hinter der Platte und unter dem Schrank versteckt sein würden habe ich gar keinen Aufwand betrieben, das irgendwie hübscher zu gestalten.

iKitchen - Audio-Kabel

Den USB Hub modifizieren

Dafür war alles was ich tat, die LED vom Hub zu entfernen und ihre Kontakte vom Board (Platine) zu verlängern. Zu diesem Zweck musste ein Cat5 Kabel herhalten. Leider habe ich damit die LED ruiniert, weshalb ich mir eine gelbe LED der gleichen Größe von einem uralten CD-ROM Laufwerk entnahm.

iKitchen - Modifizierter USB-Hub

Power-LED und -Taster verlängern

Ich verwendete ein 2m langes Cat5 Kabel um diese Bestandteile des Mac zu verlängern. Um die benötigte Leitungslänge herauszufinden, hielt ich das abisolierte Kabel einfach neben den Mac.

iKitchen - Power-Button & -LED herausführen

Dann trennte ich die Original-Drähte von LED und Switch und verlötete sie jeweils mit den Enden des Cat5 Kabel.
Achtung: Es ist unbedingt erforderlich, dass die Drähte für die LED richtig herum angebracht werden, da die LED einfach eine Diode ist und die funktioniert nur, wenn der Strom richtig herum durchfließt.

iKitchen - Power-Button & -LED herausführen

Überblick über die anderen Kabel:

Ethernet

Dafür verwendete ich eine Ethernet-Wandsteckdose, entnahm die eigendliche Ethernet-Dose aus ihrem Rahmen, und verband sie via RJ45-Kabel mit dem Netzwerkanschluss des Mac.
Direkt neben meiner selbstgebauten Frontplatte befindet sich eine Hausnetzwerk-Dose, so dass nur ein sehr kurzes Patch-Kabel vom eben gennanten Ethernet-Port meiner Frontplatte zur Hausnetzwerk-Dose führt. (Anm. Red.: Zu sehen auf den letzten beiden Bildern dieses Artikels)

VGA

Hierfür kaufte ich ein VGA-Verlängerungskabel, entisolierte das F-Ende (weiblicher Stecker) des Kabels, indem ich sämtliches Plastik entfernte. Dann fuhr ich fort die beiden Schrauben und Muttern an den Seiten des Steckers zu entfernen und befestigte das ganze an der Front-Platte.

Power

Die nächste Steckdose befand sich im Schrank. In ihr steckte glücklicherweise eine Stecker für eine Heizung unterhalb des Schrankes (wo auch der Mac mini hin sollte).

iKitchen - Versteckte Steckdose

Ich kaufte eine Steckleiste mit Überspannungsschutz, tauschte sie mit dem Stecker der Heizung, so dass der Mac und die Heizung in diese Steckleiste gesteckt werden konnten.

Kabel einfädeln

Zu Beginn suchte ich einen Platz, an dem der Mac nun den Rest seines Lebens verbringen sollte.

iKitchen - Der Mac mini soll unter den Schrank

Im Hintergrund kannst du an der Wand ein dünnes Kabel erkennen, dieses wurde zuvor durch den Kabelschacht gezogen. Mit diesem konnte ich dann leicht alle benötigten Leitungen einziehen. (Anm. Red.: An diesem Kabel befestigt man einfach alle Kabel, die später durch den Kabelschacht laufen sollen. Nun zieht man am anderen Ende des dünnen Kabels. Während es herausgezogen wird, zieht man somit die anderen Kabel mit hindurch.)

iKitchen - Vorab-Test des modifizierten Mac mini

Vor dem einziehen der Kabel führte ich aber zunächst noch einen „Trockentest“ durch, um sicher zu gehen, dass alles funktioniert - nur für den Fall, dass weiteres Löten oder Notfallmaßnahmen notwendig wären.

iKitchen - Vorab-Test des modifizierten Mac mini

Alles lief perfekt, einschließlich des modifizierten VGA Kabels. Also führte ich den Power Button und die LED durch den Kabelschacht und schloss sie an.

Und nun, nachdem der Mac Mini an seinem Bestimmungsort gelandet war, konnte er erstmal für ein paar Tage benutzt werden. Jedoch waren das Internet und das CD Laufwerk noch nicht einsatzbereit. Ich stellte den Mac auf eine Kiste, um ihn etwas oberhalb von Staub und den üblichen Sauereien, die an diesen Orten so vorkommen, zu haben.

iKitchen - Hier soll der Mac mini G4 bleiben

Zusammenbau

Unter Verwendung eines Wundermittels, das sich ARALDITE nennt, begann ich die Ports an der Platte anzubringen.

iKitchen - Viel Kleber soll alles halten ;)

Ich nahm große Mengen von Araldite, um alles (und ich meine wirklich ALLES) an seinen Platz zu befestigen. Wer mag es schon, wenn sich solche Dinge (Buchsen, Schalter...) bewegen oder lösen, während man sie benutzen will.

iKitchen - Rückseite des Wand-Panel

Finale

Nachdem alles an seinem Platz war fädelte ich alle verbliebenen Kabel durch den Schacht, nahm ein 2m langes USB-Kabel, um den Hub mit dem Mac zu verbinden, schraubte dann die Platte an die Wand, schaltete den Mac ein und – siehe da – beide LEDs gingen an.

iKitchen - Das fertige Wand-Panel

Leider machte der Monitor keine Anstalten anzugehen. So bastelte ich ein bisschen hinter der Platte herum und es wurde klar, dass ich das VGA Kabel für den Monitor nicht wirklich richtig angeschlossen hatte. Ich versuchte es erneut und alles lief glatt.

iKitchen - Fertig

Ich gefestigte die Sockelblende wieder am Schrank.
Der Mac ist nun völlig versteckt und alles funktioniert reibungslos.

Fazit

Im Nachhinein betrachtet wäre es viel leichter gewesen, wenn ich eine Schiebelehre verwendet hätte. Mit diesen akkurateren Messungen hätte ich ein exakteres CAD-Design erstellen können. Die Verwendung eines Gravurstiftes, zusammen mit diesen besseren Maßen wiederum hätte wohl eine schönere Frontplatte zur Folge gehabt. 

Ein paar hübsche Symbole, nahe den Ports wären ebenfalls nicht schlecht.
Wer weiß, falls ich mich jemals dazu entschliessen sollte, alles erneut zu machen, werde ich es wohl so machen.
Dann jedoch würde ich einen neuen USB-Hub, eine neue LED,ein VGA Kabel, einen Ethernet Port und einen neuen Power Button brauchen, weil dieses Araldite für kein Geld der Welt mehr abgeht.

Aus dem englischen übersetzt mit freundlicher Genehmigung von Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! (caffeine-junkies).

[Anm. Red.: Dieser Artikel stammt aus dem Archiv der Jahre 2005 bis 2010. Die Erreichbarkeit des Original-Authors kann leider nicht gewährleistet werden.]

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